Umweltengagement

Umweltdaten auf einen Klick

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg haben eine neue Website veröffentlicht, auf der ausgewählte Umweltdaten gebündelt zur Verfügung stehen.

Person hält Smartphone mit einer App, die farbige Punkte anzeigt, im Hintergrund Pflanzen auf einem runden Tisch

Sie bietet einen schnellen Überblick über verschiedene Informationsangebote und kann als Orientierungshilfe für den Alltag dienen, denn die Folgen des Klimawandels sind längst nicht mehr nur ein globales Thema – sie sind auch in Duisburg zunehmend spürbar.

Frühzeitig informiert bei Hochwasser und Starkregen

Wie wichtig Vorsorge und Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen sind, zeigt unter anderem die im Juni begonnene Verlegung des Rheindeichs in Duisburg-Mündelheim. Auf einer Länge von rund 6,7 Kilometern wird der Deich saniert und um bis zu 500 Meter ins Landesinnere verlegt. Dadurch entstehen rund 60 Hektar zusätzliche Retentionsfläche, die bei Hochwasser und Starkregenereignissen Wasser aufnehmen kann. Davon profitieren nicht nur die Menschen in Duisburg, sondern auch die Kommunen entlang des Rheins.

Hier kommen die Umweltdaten ins Spiel: Auf der Website gibt es Verweise zu den Pegelständen von Dickelsbach und Rhein sowie zum Grundwasserspiegel an ausgewählten Messstellen. Beide Werte können sich durch Starkregenereignisse deutlich verändern und lokal zu Problemen führen, wie zum Beispiel nassen Kellern oder Überschwemmungen. Doch es gibt kleinere Maßnahmen als eine Deichrückverlegung, die man gegen mögliche Schäden umsetzen kann. Welche das sind und ob Ihre Wohnlage bei heftigen Regenfällen gefährdet ist, können Sie über die Starkregengefahrenkarte erfahren. Folgen Sie dem Link zur Regenagentur, bekommen Sie noch mehr hilfreiche Informationen. Der Wasserrisiko-Check liefert eine erste Einschätzung über Gefährdungen und mögliche Schritte.

Blick von oben auf eine Wasseranlage mit einem schräg hängenden Metallträger über einem Wasserbecken, aus dem mehrere Wasserstrahlen nach unten spritzen

Die Wärmekarte zeigt Hitzebelastungen im Stadtgebiet

Passiert das Gegenteil, also eine lange Trockenphase mit hohen Temperaturen, tangiert uns das im Alltag ebenfalls. Dann ist es besonders für schwächere Personen gut zu wissen, wo es in der Umgebung kühler ist oder welche Ecken der Stadt besonders aufgeheizt und zu meiden sind. Darüber informiert die Wärmekarte. Darin wird außerdem deutlich, dass Bäume einen wesentlichen Beitrag zur Regulierung des Stadtklimas leisten. Hitze- und Trockenstress machen sie aber zunehmend anfällig, weshalb sie zusätzliche Hilfe von uns benötigen.

Grüne Gießkanne steht auf einer grasbewachsenen Fläche neben einem Baum an einem sonnigen Weg

Damit uns die Straßenbäume möglichst lange erhalten bleiben, kann über die gleichnamige Karte die nötige Hilfe in Form einer „Gieß-Patenschaft“ organisiert und dokumentiert werden. Wer von Allergien geplagt ist und seine Outdoor-Aktivitäten planen möchte oder die Installation einer Kleinwindkraftanlage ins Auge fasst, kann die Windkarte oder auch die Wetterdaten für seine Zwecke nutzen.

Außerhalb der WBD gibt es weitere Dashboards oder Karten mit Umweltdaten, zum Beispiel zur Luftqualität oder Lärmbelastung, die bei einer Wohnungssuche berücksichtigt werden können. Für die Grill-Fans ist der Graslandfeuer-Index (ab Stufe 4 gilt ein Verbot) ein wichtiger Hinweis. Die Krux an all den Daten ist jedoch, sie richtig zu lesen und im Kontext einzuordnen – mit oder ohne Hilfe. Nur dann sind sie für die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse ein Gewinn.